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Irgendwann ist anders schildert das Leben von zwei jungen Frauen, die beide an einer lebensbedrohlichen Krankheit leiden. Lilie hat einen schweren angeborenen Herzfehler und erfährt nach einem anfänglich fast normalen Leben zunehmend eine massive Einschränkung ihrer Leistungsfähigkeit. Alma erkrankt an einer terminalen Niereninsuffizienz und wird dialysepflichtig. Beiden gemeinsam bleibt nur die Hoffnung, durch eine Organtransplantation eines Tages wieder ein annähernd normales Leben führen zu können.
Wie schafft man es, mit einer lebensbedrohenden Krankheit umzugehen? Welche Gedanken macht sich ein potentieller Organempfänger über die Transplantation? Wie verhalten sich Menschen, wie argumentieren sie, wenn sie sich mit dem Thema Organspende auseinandersetzen?
Berührend und wohltuend zieht sich wie ein roter Faden das Thema Liebe durch den Roman; er schildert eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art und erzählt Geschichten von den vielen Facetten der Liebe und Freundschaft, die in zwischenmenschlichen Beziehungen möglich sind.

Lilie schreibt Briefe an den Besitzer ihres zukünftigen Herzens. Ihm vertraut sie ihre geheimen Gedanken und Ängste an. Denn sie weiß: Nur eine Organtransplantation wird sie retten können.

Ich habe noch nie in meinem Leben ein so berührendes Buch gelesen.
Jane Oswald beschäftigt sich mit dem sehr aktuelle und brisanten Thema Organspende.Ich bewundere die Autorin dafür,das sie den Mut hat darüber zu schreiben.
Ich habe Lilie und Alma kennen gelernt.Beide benötigen dringend ein Spenderorgan.
Lilie entschließt sich Briefe an ihren zukünfigen Organspender zu schreiben.So teilt sie ihm ihre Wünsche,Hoffnungen und Ängste mit.Die Autorin Jane Oswald leidet selbst an einer schweren Herzkrankheit.So kann sie ihre eigenen Erfahrungen in die Geschichte einbauen.Sie hat mich in die Gedankenwelt eines schwerkranken Menschens blicken lassen.Sehr emotional,gefühlvoll und bewegend beschreibt sie alles .Die Briefe sind einfach so berührend und herzbewegend.Man sieht die Dinge aus anderer Sicht und erfreut sich schon an Kleinigkeiten.Durch die sehr einfühlsame und fast poetische Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Ich konnte mir richtig vorstellen wie sich Lilie gefühlt haben muss.Jedes Wort,jeder Satz aus diesen Briefen hat mich so sehr bewegt und ich musste teilweise sogar Weinen.Fasziniert hat mich außerdem wie stark diese Frau gewesen ist .Sie hat nie aufgegeben und immer an sich geglaubt.Umso trauriger war ich als ich gelesen hatte,das sie es doch nicht geschafft hat.
Aber die Autorin beschreibt auch Gedanken und Gefühle der Menschen die einem so kranken Menschen am nähesten sind.Das hat mir sehr gut gefallen.
Dieses Buch sollten alle Menschen einmal lesen und sich dann mit dem Thema Organspende auseinander und nachdenken.
Ich selbst habe schon lange einen Organspendeausweis und habe keine Minute daran gezweifelt die falsche Entscheidung getroffen zu haben.
Ich beglückwünsche die Autorin zu diesem meisterhaften Werk und vergebe glatte 5 Sterne.

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