Das neue Buch ist erschienen. Irgendwann ist anders

Jane Oswald, Irgendwann ist anders.
Roman chiliverlag, September 2017, Taschenbuch, 228 Seiten
ISBN 978-3943292565, Euro 11,90

Irgendwann ist anders schildert das Leben von zwei jungen Frauen, die beide an einer lebensbedrohlichen Krankheit leiden. Lilie hat einen schweren angeborenen Herzfehler und erfährt nach einem anfänglich fast normalen Leben zunehmend eine massive Einschränkung ihrer Leistungsfähigkeit. Alma erkrankt an einer terminalen Niereninsuffizienz und wird dialysepflichtig. Beiden gemeinsam bleibt nur die Hoffnung, durch eine Organtransplantation eines Tages wieder ein annähernd normales Leben führen zu können.

Wie schafft man es, mit einer lebensbedrohenden Krankheit umzugehen? Welche Gedanken macht sich ein potentieller Organempfänger über die Transplantation? Wie verhalten sich Menschen, wie argumentieren sie, wenn sie sich mit dem Thema Organspende auseinandersetzen? Berührend und wohltuend zieht sich wie ein roter Faden das Thema Liebe durch den Roman; er schildert eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art und erzählt Geschichten von den vielen Facetten der Liebe und Freundschaft, die in zwischenmenschlichen Beziehungen möglich sind.

Lilie schreibt Briefe an den Besitzer ihres zukünftigen Herzens. Ihm vertraut sie ihre geheimen Gedanken und Ängste an. Denn sie weiß: Nur eine Organtransplantation wird sie retten können.

 

Die Autorin

Aufgrund meiner eigenen Erkrankung – ich habe einen schweren angeborenen Herzfehler – ist es mir wichtig, die Menschen für das Leben Schwerkranker zu sensibilisieren, zu zeigen, dass man auch schwer krank glücklich sein kann, und letztendlich die Menschen zu motivieren, einen Organspenderausweis auszufüllen.

 

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3 Gedanken zu „Das neue Buch ist erschienen. Irgendwann ist anders

    1. Lilie ist schwer herzkrank. Von Geburt an hat sie einen Herzfehler und nun, Anfang 40, kommt sie immer mehr an ihre Grenzen. Ohne Rollator kommt sie nicht mehr zurecht, sie ist oft sehr, sehr müde. Sie hat Schmerzen. Ja, sie hat auch einen liebevollen Mann, einen Hund, eine Mutter, die für sie da ist und gute Freunde. Wirklich helfen könnte ihr aber nur eine Transplantation.
      Jane Oswald, die Autorin des Romans „Irgendwann ist anders“ erzählt ein Stück weit ihre eigene Geschichte. Was Lilie als schwerkranke Frau Tag für Tag durchmacht, entspricht dem, was sie selbst erlebt.
      Und dann hat die Lilie im Roman eine Idee. Sie beginnt damit, Briefe zu schreiben an ihren zukünftigen Spender. Sie nennt ihn Ben und erzählt ihm, wie ihr zumute ist.
      Auch Lilies Mann leidet. Er kann seiner Frau nicht wirklich helfen und er kann auch nicht immer bei ihr sein. Einer muss schließlich Geld verdienen. Auch er sucht sich eine Briefpartnerschaft. Nicht nur ausgedacht, sondern tatsächlich mittels einer Anzeige. Ein Briefwechsel beginnt – mit einer Frau, die sich auskennt mit dem Kranksein. Sie kann ihm Hinweise geben für den Umgang mit seiner Frau.
      Und dann sind da noch Alexa und Alma. Alma ist die Tochter der Freundin von Alexa und sie wartet auf eine Niere. All ihre Lebensträume sind am Zerplatzen. Alexa beschäftigt die Situation sehr – sie denkt nach über das Für und Wider von Organspende. Nicht nur theoretisch, sondern hautnah konfrontiert mit jemand, deren einzige Chance eine Transplantation ist.
      Eine Zeitlang hat man als Leserin das Gefühl, dass unterschiedliche Erzählstränge nebeneinander herlaufen. Doch das ist nicht so. Da gibt es Verbindungen zwischen den Protagonisten. Tiefere als man zunächst ahnt.
      Der Name Jane Oswald ist ein Pseudonym. Ihre Geschichte allerdings ist wahr. Ich durfte Jane kennenlernen. Inzwischen liegt sie hochdringlich für eine Transplantation gelistet im selben Herzzentrum, in dem ich im April nach 7 Jahren Wartezeit ein neues Herz bekommen habe. Sie liegt sogar in dem Zimmer, in dem ich die frohe Botschaft hören durfte: „Es ist ein Herzangebot für Sie da!“
      Ich wünsche Jane von ganzem Herzen, dass ihr ein neues Leben geschenkt wird. Vieles, was sie über das Kranksein schreibt, kenne ich nur zu gut. Sie soll wie ich erleben dürfen, wie es ist, neue Kraft zu haben und sich Tag für Tag über das Geschenk des Lebens freuen zu können!

  1. Verehrte Jane,

    Sie haben ihr Herz geöffnet – auf so vielen Ebenen. Ein Buch, das kranke Menschen erreicht und aus der Seele zu sprechen vermag. Ebenfalls eine Geschichte, die vermeintlich Gesunden die Augen öffnet, wie nah es jeden selbst sein kann – eine solch lebensbedrohliche Lage. So lebensbejahend erläutert hoffe ich, dass Ihr Buch sehr viele Menschen erreicht!

    Alles Gute!

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